Wissenszugang online: Nationallizenzen für elektronische Medien

Der unkom­pli­zierte Zugang zu Infor­ma­tio­nen, die weit abge­le­gen oder ent­fernt lie­gen, ist für den Wis­sen­schaft­ler ein not­wen­dige Vor­aus­set­zung für seine Arbeit. An dem Punkt setzt bekann­ter­ma­ßen der Vor­teil der Online-Suchmaschinen ein. Nun ist es aber oft auch so, daß Text­samm­lun­gen erst mit einem Abon­ne­ment zugäng­lich sind, was sich in Ein­zel­fäl­len für den Autor auf­grund der Kos­ten­frage nicht lohnt. Was soll er nun an die­ser Stelle machen? Auf den Text ver­zich­ten und damit viel­leicht auch auf wich­tige Belege? Das muß er nun nicht mehr tun. Denn seit 2004 gibt es das DFG-Projekt “Natio­nal­li­zen­zen für elek­tro­ni­sche Medien”. Ziel ist es, mit dem Erwerb von Natio­nal­li­zen­zen gro­ßer Online-Datenbanken, digi­ta­len Text­samm­lun­gen und elek­tro­ni­schen Zeit­schrif­ten Wis­sen­schaft­lern, Stu­die­ren­den und inter­es­sier­ten Pri­vat­per­so­nen einen ent­spre­chen­den kos­ten­lo­sen Zugang zu ermög­li­chen. Orga­ni­siert wird das Pro­jekt von den vier gro­ßen Universitätsbibliotheken

Zwar soll der Nut­zer das Por­tal mög­lichst über koope­rie­rende Biblio­the­ken nut­zen, kann sich aber im Fal­les eines Nicht­zu­gan­ges zu einer ent­spre­chen­den Biblio­thek auch als Pri­vat­per­son bei die­sem Pro­jekt regis­trie­ren lassen.

Im Grunde ver­folgt die DFG damit wei­ter ihre För­de­rung des OpenAc­cess. Für Wis­sen­schaft­ler ist es eine arbeits­er­leich­ternde Mög­lich­keit, schnell und zen­tral an wich­tige Infor­ma­tio­nen heranzukommen.

Über den Autor

Wenke Richter

Andere Beiträge vonWenke Richter

Website des Autoren

29

01 2010

Ihr Kommentar

Spam Protection by WP-SpamFree