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	<title>Meine Verlag – BLOG &#187; Diskussion</title>
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		<title>Online, offline: Welche Publikationsform ist wichtiger?</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 21:15:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wenke Richter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elektronisches Publizieren]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit geraumer Zeit stoße ich immer wieder auf ein Thema, was in zahlreichen Diskussionen angerissen wird, aber kaum mal konzentriert besprochen wird. Es ist die Frage nach dem Bedeutungsunterschied zwischen klassischer Print– und der (moderneren) Onlinepublikation. Ohne Zweifel ist es in der Verlagsbranche und im Wissenschaftsbetrieb seit geraumer Zeit zu einer massiven Veränderungsbewegung gekommen: als Stichworte sollen hier Digitalisierung, E-Book und Open Access genannt werden. Gleichzeitig treffeich in verschiedenen Gesprächen mit Fachkollegen aus der Wissenschaft (gut, es sind bei mir i. d. R. Historiker oder andere Geisteswissenschaftler) auf Bedenken, Unkenntnis und einer – indirekten  – Abwertung von Onlinepublikationen. Ähnliches wird in dem Artikel von Samuel Schläfli zur <a title="Wissen f&#252;r jedermann dank Open Access" href="http://www.ethlife.ethz.ch/archive_articles/100209_open_access_sch/index" target="_blank">Akzeptanz von Open Access</a> angedeutet, den ich <a title="Open Access ist Wissen f&#252;r jedermann, aber nicht unbedingt kostenfrei" href="http://meine-verlag.de/blog/2010/03/02/open-access-wissen-fur-jedermann-aber-nicht-unbedingt-kostenfrei/" target="_blank">hier </a>schon mal gepostet in einem anderen Zusammenhang gepostet habe. Für beide Pubilkationsarten sind die Vor– und Nachteile bekannt: Onlineveröffentlichungen, vor allem im Open Access-Format, finden eine bessere und schnellere Verbreitung, können besser rezipiert werden und fördern den Forschungsdiskurs. Andererseits bietet der klassische Druck haptische Vorteile bei der Bearbeitung von Texten (markieren, stromunabhängig, man “besitzt” es eben, bisher auch eine gegebene Akzeptanz). Was ich mich frage ist, warum wird dieser Unterschied in der Wertung von Publikationsarten immer noch gemacht? Ich habe in beiden Formen Aufsätze publiziert und empfand online für den Grad der Verbreitung wesentlich nützlicher. Was sind die Gründe dafür und in welchen Bereichen (denn ich denke, daß eine dem Verwendungszweck angepaßte Publikationsform die “Ideallösung” wäre) wären die unterschiedlichen Arten geeignet? Was meinen Sie dazu?</p>


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		<title>Diskussion: sind E-Books eine eigene Medienform?</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 17:12:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wenke Richter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elektronisches Publizieren]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[E-Book]]></category>
		<category><![CDATA[Layout und Satz]]></category>
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		<description><![CDATA[In den letzten Monaten entwickelte sich um E-Books und ihre Bedeutung f&#252;r die Verlags– und Medienbranche eine hei&#223;e Diskussion. Auftrieb erhielt sie durch die Vorstellung des iPads, dem u. a. Leseger&#228;t f&#252;r E-Books von Apple. Der Grundton in der Diskussion ist, da&#223; sich hier f&#252;r Verleger neue Gesch&#228;ftsmodelle auftun, die sie aufgrund ihrer konservativen, wenig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Monaten entwickelte sich um E-Books und ihre Bedeutung für die Verlags– und Medienbranche eine heiße Diskussion. Auftrieb erhielt sie durch die Vorstellung des iPads, dem u. a. Lesegerät für E-Books von Apple. Der Grundton in der Diskussion ist, daß sich hier für Verleger neue Geschäftsmodelle auftun, die sie aufgrund ihrer konservativen, wenig beweglichen und beharrenden Einstellung verspielen. Warnungen, es wird der Verlagsbranche dann wie der Musikindustrie bei Beihaltung dieser Position ergehen, sind nicht zu überhören. Ohne Zweifel gibt es diese Position. Gleichzeitig versuchen nicht wenige Verlage, mit diversen Modellen diese Sparte zu bedienen. Und nun fangen die Probleme, die Unsicherheiten, die verschiedenen Erwartungen, die aufeinander prallen, an. Unterschiedlich konfigurierte, zumeist jetzt noch für die Allgemeinheit arg überteuerte Endgeräte stehen diversen Formaten gegenüber. Dabei spielt die Rechteverwaltung eine nicht zu unterschätzende Rolle. Weitere Problemfelder sind die Preisgestaltung: zu teuer rufen die einen, weniger geht nicht rufen die anderen. Und wie kommt das E-Book zum Endkunden? Die Rolle als zentrale Plattform füllt <a title="libreka!" href="http://www.libreka.de/" target="_blank">libreka!</a> (vom Börsenverein des deutschen Buchhandels geleitet) nicht aus, bekannte, von der Masse der Leser (die es ja so noch nicht gibt) Alternativen gibt es – zumindest in Deutschland – noch nicht. Dies wird sich wohl mit dem iBook-Store von Apple ändern.</p>
<p>Das Grundproblem beim E-Book ist:</p>
<p>1. Die Diskussion geht von der klassischen Publikation aus. Alle Argumente, Vorstellungen und Ideen beziehen sich auf ein klassisches Produkt, welches eben nun elektronisch ist. Das ist der falsche Ausgangspunkt.</p>
<p>2. Erschließt sich aus 1. Wie soll das E-Book aussehen? Soll es einfach ein elektronisches Buch sein? Soll es Zusatzfunktionen haben und wenn ja, welche? Oder ist es am Ende ein eigenes Ding (das evolutionäre Kind des Buches)? Und diese Frage stellt sich an die Endnutzer: <strong>was soll das E-Book können?</strong> Dieser letzte Punkt fehlt mir komplett in der Diskussion. Da wird gesagt, die E-Books so gehen nicht, aber was sie können sollen, lese ich leider in keiner Diskussion.</p>
<p>Was bleibt aber beim E-Book, auch wenn es zu einer eigenen Medien(-Misch-)form wird. An erster Stelle steht die Idee, die Geschichte bei der Belletristik, die These beim Sach– und Fachbuch. Liegt das Manuskript vor, so braucht es ein gutes Lektorat, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Dem folgt der Satz, zusätzliche Medienmöglichkeiten (Ton, Bild, Interaktivität), die Herstellung. Letzteres wird sich ab einem bestimmten Punkt, nämlich dann, wenn die Fahnen zum Druck gehen, ändern. <strong>Dies ist auch der Punkt, an dem sich das E-Book von der klassischen Form unterscheidet, wo der zukünftige Mentalitätswandel, der Bruch im heutigen Denken liegt. </strong>Es gibt kein Original mehr. Alles ist Kopie und Original zugleich, zudem unendlich vervielfältigbar. Hier liegt die Krux. Warum soll ich als Leser genausoviel für das E-Book wie für eine Druckausgabe bezahlen, wenn der Verlag nur noch auf Copy&amp;Paste drücken muß. Kassiert da der Verlag nicht ab? Wie rechtfertigt er den Preis, der höher als ein paar Euros liegt? Hier denken sowohl Leser, als auch Verlag vom klassischen Buch her. <strong>Das ist das eigentliche Kernproblem der Diskussion!</strong> Entweder es ist eine andere Form des klassischen Buches oder das E-Book ist eine komplett neue Medienform. Das hängt von der Erwartungshaltung der Kunden und der Bereitschaft zum Wandel bei den Verlagen ab. Und hier mangelt es an der Auseinandersetzung, an der Formulierung von Wünschen, auf beiden Seiten! Bis zur Herstellung des Endproduktes, der Fahne im ursprünglichen Sinne, des Mastertapes in der Musikindustrie, bleiben die Aufgaben gleich, die nun mal nicht kostenlos zu machen sind, wenn gute Qualität erzielt werden soll. Auch ein E-Book rechtfertig seinen Preis (der von Angebot und Nachfrage bestimmt wird). Nicht nur im Druck, sondern vielmehr in den Arbeitsschritten zuvor liegt die Wertschöpfung. Wenn diese Erkenntnis wieder in das Bewußtsein aller steigt, wird es zu einer befriedigenden Diskussionslösung kommen. Aufeinander zugehen und zuhören sind die Schlüssel zum Erfolg.</p>
<p><strong>Was meinen Sie?</strong></p>
<p>Wir freuen uns über eine anregende Diskussion. Der Meine Verlag steht – das zu unserer Position – als innovativer Verlag neuen Technologien und Änderungen offen und interessiert gegenüber.</p>
<p>P. S.: Diese Diskussion läßt sich dann weiter beim Punkt der Preisbindung führen. Aber es ist recht einfach zu klären: wollen wir die Preisbindung als Schutz des besonderen Kulturgutes Buch? Wenn ja, ist das E-Book (auch wenn es eine eigene Medienform wäre) auch ein Kulturgut? Sollten beide Frage mit Ja beantwortet werden, dann gilt für das E-Book auch die Preisbindung.</p>


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		<title>Petition: Wissenschaft und Forschung – Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 12:46:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wenke Richter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Open-Access]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[AEON]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Petition]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsszene]]></category>
		<category><![CDATA[WissensWerk]]></category>

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		<description><![CDATA[Lars Fischer reichte am 20.10.2009 im Deutschen Bundestag die Online-Petition zu „Wissenschaft und Forschung – Kostenloser Erbwerb wissenschaftlicher Publikationen“ ein. Er fordert darin die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, einen Beschlu&#223; zu fassen, wissenschaftliche Publikationen, die aus &#246;ffentlich gef&#246;rderter Forschung hervorgehen, allen B&#252;rgern kostenfrei zug&#228;nglich zu machen. Desweiteren sollen Institutionen, die staatliche Forschungsgelder autonom verwalten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lars Fischer reichte am 20.10.2009 im Deutschen Bundestag die Online-Petition zu <a title="Online-Petition" href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=7922" target="_blank">„Wissenschaft und Forschung – Kostenloser Erbwerb wissenschaftlicher Publikationen“</a> ein. Er fordert darin die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, einen Beschluß zu fassen, wissenschaftliche Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen, allen Bürgern kostenfrei zugänglich zu machen. Desweiteren sollen Institutionen, die staatliche Forschungsgelder autonom verwalten, entsprechende Vorschriften erlassen und technische Voraussetzungen dazu schaffen. Nach heutigem Stand (28. November 2009) haben 16024 Personen die Petition mitunterzeichnet.</p>
<p>Wir (der Verleger und seine Mitarbeiter) sind hinsichtlich der Forderung sehr zwiegespalten. Ohne Zweifel ist die dahinter steckende Idee nicht schlecht und logisch nachvollziehbar. Nur erscheint uns das Ganze zu „kurz gesprungen“ zu sein. Im Folgenden werden wir einige Bedenken äußern, sowohl aus der speziellen Position der Wissenschaftler (u. a. als Doktoranden), als auch aus der allgemeinen Sicht. Vorweg: der Meine Verlag <a title="Bekenntnis des Meine Verlages zu OpenAccess" href="http://meine-verlag.de/blog/openaccess-im-meine-verlag/" target="_blank">bekennt sich zu OpenAccess </a>und hat mit <a title="Wissens-Werk.de" href="http://wissens-werk.de/" target="_blank">Wissens-Werk.de</a> (u. a. <a title="AEON - Forum f&#252;r junge Geschichtswissenschaft" href="http://wissens-werk.de/index.php/aeon" target="_blank">AEON – Forum für junge Geschichtswissenschaft</a>) eine eigene Plattform dafür geschaffen. Also wir sind kein “böser” Verlag, der hier seine Felle davon schwimmen sieht <img src='http://meine-verlag.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<ul>
<li>Zunächst stellt sich für uns die Frage, was ist öffentlich geförderte Forschung. So klar, wie es auf den ersten Blick scheint, ist es nämlich nicht, wie jeder, der an einer Universität wissenschaftlich gearbeitet hat, weiß. Die Formen öffentlicher Förderung ist vielfältig, mit Zwischenstufen, nicht immer klar definiert mit dem Blick auf das Ganze. Ganz klar gibt es öffentliche Gelder zu Forschungszwecken (DFG beispielsweise). Aber andererseits gibt es auch private Gelder, die über die Universitäten an die Empfänger gehen: beispielsweise Sachmittelstipendien in Höhe von wenigen hundert Euros, die aus einer privaten Stiftung über die Universität verteilt werden. Oder von der DFG geförderte Graduiertenkollegs, deren Stipendiaten ihr Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln finanzieren müssen. Die DFG stellt dann eben die Gelder für die Infrastruktur etc. des Studienganges. Was ist mit den Tausenden von Doktoranden, die individuell bei ihrem Doktorvater promovieren, aber tatsächlich nichts mit der Universität zu tun haben (keine Anstellung etc.), dennoch durch die Betreuung (Sprechstunde, spezielle Seminare etc.) staatliche Gelder für ihre Forschung in Anspruch nehmen (streng logisch gedacht!)?</li>
</ul>
<p><strong>Fazit: Zunächst muß genau definiert werden, was öffentlich geförderte Forschung ist!</strong></p>
<ul>
<li>Nach dem deutschen Urheberrechtsgesetz ist das Urheberrecht Teil des Persönlichkeitsrechtes. Also der Urheber bestimmt aus freiem Willen, was mit der Verwertung seines Werkes geschieht. Es kann nicht von der Person losgelöst werden. (Deswegen <strong>übertragen </strong>Autoren Verlagen <strong>Nutzungsrechte</strong>! Dieser Punkt wird leider in vielen Diskussionen nicht streng genau beachtet.) Wenn uns aber nun vorgeschrieben wird, wo und wie wir unser Werk publizieren, verletzt es unsere Persönlichkeitsrechte. Hier besteht also ein Widerspruch zwischen der Forderung in der Petition und der aktuellen Gesetzeslage.</li>
<li>Durch das Grundgesetz abgesichert ist eine freie Forschung und Lehre (Art. 5 Abs. 3 GG: „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.“). Zur Forschung gehört elementar und nicht abkoppelbar die Publikation der Forschungsergebnisse. Durch eine Zwangsverpflichtung zu OpenAccess wäre dieses Grundrecht nicht nur tangiert, sondern beschnitten. Schon aus diesem Grund ist die Petition nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.</li>
<li>In welcher Form sollen die Werke als OpenAccess vorliegen? Zweiverwertung (grüner Weg) oder Erstpublikation (goldener Weg)? Nach welcher Rechtsform (diverse CC-Lizenzen sind möglich) sollen sie verlegt werden? Wer entscheidet darüber? Wo sollen sie gelagert werden? Auf einem zentralen staatlichen Server, aber welcher Institution dann? Wie lange sollen sie zugänglich sein? Wer ist für die Verwaltung, Registrierung etc. zuständig? Wie soll das Ganze finanziert werden? Welche Layoutform sollen sie haben, wer setzt die Werke, gibt es da Vorschriften? In konsequenter Fortführung der Gedanken entsteht ein staatlicher Zwangsverlag, der so ein Monopol erhält. Uns macht das Angst!</li>
<li>Ein letzter Gedanke: was ist mit den Forschungsergebnissen, die privatim (Privatgelder oder aus der freien Wirtschaft) entstanden sind. Diese Forscher dürfen ja letztlich den Weg ihrer Publikation frei wählen. Leicht kann es dazu kommen, daß hier eine Zweiklassenwissenschaft entsteht: staatlich geförderte hier, private/aus freier Wirtschaft geförderte dort. (Die Frage ist, was macht man mit denen, die aus gemischten Finanzierungen entstanden sind?) Es entsteht keine gesunde Konkurrenz, die sich aus dem Inhalt/Ergebnisse speist, sondern aus ihrer Publikationsform, wobei ein Part auf eine bestimmte zwangsfestgelegt wird. Ob das gut ist, ist fraglich.</li>
</ul>
<p>Ohne Frage fördert OpenAccess die Wissenschaft. Ohne Frage ist es nicht in Ordnung, wenn Verlage nicht nur an den hohen Druckkosten, sondern letztlich auch an den Autoren abgegebenen Arbeit wie Satz, Werbung etc. und den hohen Verkaufspreisen kräftig verdienen. Ohne Frage soll der Zugang zu Wissen möglichst leicht und kostenfrei, zumindest kostengünstig sein. Aber der staatliche Zwang zu OpenAccess-Publikationen erscheint uns – vor allem bezüglich der offenen Fragen – nicht der richtige Weg zu sein. Viel mehr sollte die Idee, die Freiwilligkeit durch Anreizschaffung gefördert werden! Sonst besteht die Gefahr, daß Zustände eintreffen werden, die nicht in der gut gemeinten Intention der Petition liegen.</p>


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		<title>OpenAccess-Tagung im Frankfurter Literaturhaus – Meinungen und Links</title>
		<link>http://meine-verlag.de/blog/2009/07/17/openaccess-tagung-im-frankfurter-literaturhaus-meinungen-und-links/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 14:22:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wenke Richter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elektronisches Publizieren]]></category>
		<category><![CDATA[Open-Access]]></category>
		<category><![CDATA[Tagung]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Heidelberger Appell]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsszene]]></category>

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		<description><![CDATA[In dieser Woche fand im Frankfurter Literaturhaus die Tagung zum “Heidelberger Appell” statt, die ersten Stimmen dazu sind nun im Netz erschienen (auch wenn es wohl ein Widerspruch zur Haltung mancher Teilnehmer sein mag   ). Wir konnten daran leider nicht teilnehmen, haben aber interessiert die verschiedenen Bericht sofort gelesen. Fa&#223;t man die Grundinformationen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In dieser Woche fand im Frankfurter Literaturhaus die Tagung zum “Heidelberger Appell” statt, die ersten Stimmen dazu sind nun im Netz erschienen (auch wenn es wohl ein Widerspruch zur Haltung mancher Teilnehmer sein mag <img src='http://meine-verlag.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ). Wir konnten daran leider nicht teilnehmen, haben aber interessiert die verschiedenen Bericht sofort gelesen. Faßt man die Grundinformationen zusammen, scheint die Tagung nur eine reale Widergabe des Heidelberger Appells gewesen zu sein: Vermischung von Begriffen, die überhaupt nichts damit zu tun haben; kein Eingehen auf die Argumente der jeweiligen Seite; nur eine Scheindiskussion; Vortragende, die nur einer Diskussionseite angehörten. Schade!</p>
<ul>
<li><a title="Bericht des B&#246;rsenblatts des deutschen Buchhandels" href="http://www.boersenblatt.net/330550/?t=newsletter" target="_blank">Bericht des Börsenblatts des deutschen Buchhandels</a></li>
<li><a title="Bericht des Literaturcafés" href="http://www.literaturcafe.de/heidelberger-appell-frankfurter-literaturhaus-tagung/" target="_blank">Bericht des Literaturcafés</a></li>
<li><a title="Bericht von Andrea Diener" href="http://gig.antville.org/stories/1917670/" target="_blank">Bericht von Andrea Diener</a></li>
</ul>
<p>Unsere Position zum Heidelberger Appell finden sie <a title="Position des Heidelberger Appells" href="http://meine-verlag.de/blog/2009/04/28/heise-diskussion-um-den-heidelberger-appell-%E2%80%93-unsere-position-dazu/" target="_blank"><strong>hier</strong></a>.</p>
<p>Es ist Zeit, daß diese Diskussion nun endlich polemisch frei und sachbezogen geführt wird. Dazu gehört auch eine <strong>genaue </strong>Anwendung der Begriffe causa google, OpenAccess und elektronisches Publizieren! Solange dies nicht geschieht, werden sich die Fronten verhärten.</p>


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		<title>“Heidelberger Appell” – ab wann wird eine Diskussion nur noch grotesk?</title>
		<link>http://meine-verlag.de/blog/2009/05/08/heidelberger-appell-%e2%80%93-ab-wann-wird-eine-diskussion-nur-noch-grotesk/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 21:35:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wenke Richter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Open-Access]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Heidelberger Appell]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade aktuell im IBI-Weblog den ersten Hinweis zum Heise-Artikel gelesen, dann den Beitrag selbst auf Heise. Die ganze Debatte (kann man sie eigentlich &#252;berhaupt noch so bezeichnen?) nimmt zunehmend groteskere Z&#252;ge an. Gut, eigentlich w&#228;re es hier an der Stelle geboten, auch den Originalbeitrag von Roland Reu&#223; zu lesen, um nicht irgendwelchen Ausz&#252;gen, die mi&#223;interpretiert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade aktuell im <a title="IBI-Weblog zu Heise-Artikel vom 8.5.2009" href="http://weblog.ib.hu-berlin.de/?p=6921" target="_blank">IBI-Weblog</a> den ersten Hinweis zum <a title="Schlagabtausch - Heise 8.5.2009" href="http://www.heise.de/newsticker/Schlagabtausch-zwischen-Befuerwortern-und-Gegnern-von-Open-Access--/meldung/137537" target="_blank">Heise-Artikel</a> gelesen, dann den Beitrag selbst auf Heise. Die ganze Debatte (kann man sie eigentlich überhaupt noch so bezeichnen?) nimmt zunehmend groteskere Züge an. Gut, eigentlich wäre es hier an der Stelle geboten, auch den Originalbeitrag von Roland Reuß zu lesen, um nicht irgendwelchen Auszügen, die mißinterpretiert werden könnten, auf dem Leim zu gehen. Nur stellt sich mir hier die Frage, kann/darf man ab einem Punkt, an dem die Diskussion sich so wandelt und erstmal, was die Fakten betrifft, nichts neues bringt, überhaupt noch die entsprechenden Informationen sammeln und lesen? Ist der Punkt schon erreicht? Natürlich ist es legitim, in solch einer Debatte auch seine Meinung kund zu tun und auf Fehler oder Übertreibungen/unangebrachte Vergleiche in der Diskussion hinzuweisen, wie es der IBI-Weblog getan hat (nebenbei ich fand den Artikel gut), oder nochmals neueste Hinweise in der Debattenfolge, wie es im Heise-Artikel getan wurde,  zu geben. Aber ich frage mich allgemein, sind wir nicht wirklich bald an dem Punkt angelangt, wo jeder Beitrag zum “Heidelberger Apell” à la Meinungskundtuung ihm mehr Aufmerksamkeit zubilligt, als es für die Diskussion dienlich ist? Nicht das wir uns noch zu Handlangern einer aufgeblähten, vom eigentlichen Ziel abgekommenen Debattenführung mutieren. Wäre es jetzt nicht langsam geboten, daß die ersten und großen Anlaufstellen der Buchbranche (beispielsweise Börsenverein oder Deutscher Bibliotheksverband) einzeln oder sogar gemeinsam eine wirkliche Diskussionsplattform schaffen, die von neutralen und faktengesättigten Informationssammlungen zu den Streitthemen causa google, elektronische Publikation und OpenAccess begleitet wird? Schließlich werden die Kernfragen hier zum Politikum, dem meiner Meinung nach momentan eine  wirklich ausgewogenen Grundlage und gedankliche Zielgenauigkeit fehlt.</p>


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		<title>Hei&#223;e Diskussion um den “Heidelberger Appell” – unsere Position dazu</title>
		<link>http://meine-verlag.de/blog/2009/04/28/heise-diskussion-um-den-heidelberger-appell-%e2%80%93-unsere-position-dazu/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 10:15:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wenke Richter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Elektronisches Publizieren]]></category>
		<category><![CDATA[Open-Access]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Heidelberger Appell]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einigen Wochen wird auf diversen Plattformen im Netz und nun auch in den Printmedien eine hei&#223;e Diskussion um den “Heidelberger Appell” gef&#252;hrt, zu dem wir unsere Gedanken auch schon mal ausgef&#252;hrt haben (siehe dazu auch unseren Blogeintrag vom 14. April 2009). Da nun auch bekannte Politiker (Justizministerin Brigitte Zypries und Kulturstaatsminister Bernd Neumann) sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Wochen wird auf diversen Plattformen im Netz und nun auch in den Printmedien eine heiße Diskussion um den “Heidelberger Appell” geführt, zu dem wir unsere Gedanken auch schon mal ausgeführt haben (siehe dazu auch unseren <a title="Meine-Verlag zu Open Access" href="http://meine-verlag.de/blog/2009/04/14/openaccess-fordert-die-wissenschaft/" target="_self">Blogeintrag vom 14. April 2009</a>). Da nun auch bekannte Politiker (Justizministerin Brigitte Zypries und Kulturstaatsminister Bernd Neumann) sich für den “Heidelberger Appell” aussprechen und ihn unterstützen, ist dies für uns ein willkommener Anlaß, uns zu dieser Diskussion zu positionieren.</p>
<p>Zunächst ist festzuhalten, um was es beim “Heidelberger Appell” überhaupt geht: hier wird die Urheberrechtsverletzungen durch die massive Einscannung von Büchern durch die Firma Google (causa google) mit einer Forderung nach der Freiheit der Publikationsform und dem freien Zugang zu den Ergebnissen und Fachveröffentlichungen der öffentlich finanzierten Forschung (Stichwort OpenAccess) vermengt. Und an dieser Stelle liegt die Krux in der Diskussion. Denn es geht hier um drei verschiedene Dinge, die in einen Topf geworfen worden sind und nichts miteinander zu tun haben. Es erstaunt da schon sehr, daß dies in der Mehrheit absolut unkritisch von den Diskussionsteilnehmern hingenommen wird.</p>
<p><strong>Wie positioniert sich nun der Meine Verlag zu dieser Diskussion?</strong></p>
<ol>
<li>Wir wünschen uns eine genaue und saubere Definition und Anwendung der Begriffe bzw. Diskussionspunkte Urheberrechtsverletzung/causa google, digitale Publikation und OpenAccess.</li>
<li>Der Meine Verlag spricht sich klar und deutlich gegen jegliche Form von Urheberrechtsverletzungen aus.</li>
<li>Wir sehen sowohl in der digitalen Publikation, als auch in der Bewegung OpenAccess jeweils eine Möglichkeit, Forschungsergebnisse aus der Wissenschaft veröffentlichen zu können und somit dem Forschungsdiskurs zur Verfügung zu stellen (ausführlich hierzu unser <a title="Meine-Verlag zu Open Access" href="http://meine-verlag.de/blog/2009/04/14/openaccess-fordert-die-wissenschaft/" target="_self">Blogbeitrag vom 14. April 2009</a>).</li>
<li>Von einer Wahlfreiheit der Publikationsform kann in der Forschung nicht gesprochen werden. Es bestehen z. T. massive hierarchische Barrieren bei Veröffentlichungen. Hier sei auf das Beispiel verwiesen, daß Doktoranden nur im geringen Maße über die Form oder den Verlag bei der Veröffentlichung ihrer Dissertation entscheiden dürfen. Vielmehr wird ihnen seitens des Doktorvaters die Reihe oder der Verlag vorgeschrieben. Wo hat da noch der Doktorand seine Wahlfreiheit, fragen wir uns. Aus Forschungs-, Bibliotheks– und Steuerzahlerperspektive ist die Empfehlung der DFG, daß Autoren den Zugang zu ihren Ergebnissen aus steuerfinanzierter Forschung der Gesellschaft einfach macht, richtig. Es ist Aufgabe der Verlage, hier entsprechende wirtschaftlich funktionierende Publikationsmodelle zu entwickeln.</li>
<li>Wir begrüßen eine sachlich geführte Diskussion um die Punkte elektronische Publikation und OpenAccess, die leider mit dem “Heidelberger Appell” aber nicht geführt wird.</li>
</ol>
<p>Letztlich bleibt noch anzumerken, daß die widersprüchliche Positionierung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels schon erstaunt. Einerseits wird mit viel Aufwand und Bewerbung das Online-Portal “libreka” eingeführt, was nicht nur als Volltextsuche für gedruckte Bücher gedacht ist, sondern vielmehr auch als Portal zum Erwerb von E-Books. Andererseits wird unkritisch jede “Erfolgsmeldung” zum “Heidelberger Appell” über den Newsletter und Ticker verschickt. Widerspricht sich denn an dieser Stelle nicht der Börsenverein sich selbst und unterstützt damit in letzter gedachter Konsequenz nicht einen Feldzug gegen sein eigene Online-Plattform?</p>
<p>Diese Diskussion um OpenAccess und digitaler Publikation darf nicht zu einer Hexenjagd ausarten. Damit stellt sich sowohl die Forschungsgemeinschaft, als auch die Buchbranche ein eigenes Bein, wie es die Musikbranche vor ein paar Jahren schmerzlich erfahren mußte. Denn in den USA sind die Diskussionsteilnehmer schon ein ganzen Schritt weiter, wie das Beispiel des National Institutes of Health (NIH) zeigt (hierzu der Beitrag von <a title="Richard Sietmann: Heidelberger Halali" href="http://www.heise.de/ct/Open-Access-und-die-Urheberrechte--/artikel/136558" target="_blank">Richard Sietmann: Heidelberger Halali. Streit um OpenAccess und Urheberrechte, in: c’t 10/09</a>).</p>
<p><strong>Weitere Informationen</strong></p>
<ul>
<li><a title="Heidelberger Appell" href="http://www.textkritik.de/urheberrecht/index.htm" target="_blank">Heidelberger Appell</a> inklusiver Unterzeichner</li>
<li><a href="http://infobib.de/blog/2009/03/25/materialsammlung-rund-um-den-heidelberger-appell/" target="_blank">Materialsammlung</a> zum Heidelberger Appell</li>
<li><a title="Meine-Verlag zu Open Access" href="http://meine-verlag.de/blog/2009/04/14/openaccess-fordert-die-wissenschaft/" target="_self">“Open Access fördert die Wissenschaft”</a></li>
<li><a href="http://www.heise.de/ct/Open-Access-und-die-Urheberrechte--/artikel/136558" target="_blank">“Heidelberger Halali”</a> c’t-Artikel zu Open Access und Urheberrechten</li>
</ul>


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