Open Access: Wissen für jedermann, aber nicht unbedingt kostenfrei
Open Access hat viele Vorteile: die Publikationen sind frei zugänglich und das weltweit. Dadurch, daß sie im Web publiziert werden, ist der Zugang zu ihnen großteils einfacher und schneller möglich. Aber bei aller Begeisterung für diese Veröffentlichungsart sind einige Punkte zu bedenken, die recht gut in den beiden Artikeln “Wissen für jedermann dank Open Access” und “Does Information want to be free” angesprochen werden: die schlechtere oder andere (?) Reputation von Open Access-Publikationen gegenüber Printerzeugnisssen und die Kostenfrage. Zu ersterem wird von Gegnern des Open Access als Argument ein mangelhaftes Peer Review-Verfahren angebracht, dem aus Eigener Erfahrung bei unseren Open Access-Zeitschriften widersprochen werden muß. Hier besteht bei beiden – AEON und Arbeitstitel – ein sehr gut funktionierendes Begutachtungssystem. Zum zweiten Punkt muß gesagt werden, daß ein kostenfreier Zugang nicht eine kostenlose Produktion beinhaltet – egal, ob die Archivierung auf einem Universitätsserver erfolgt oder die Veröffentlichung bei einem Verlag publiziert wird. Hier sind neben den Serverkosten, der Pflege auch – und da unterscheidet sich die Open Access-Publikation in keinsterweise von der klassischen – ein ordentlicher Satz und Layout sowie eine Bewerbung. Denn die Publikation ist in ihrer Enstehung (fast) die gleiche, nur der Zugang zu ihr ist ein anderer. Aber dies soll nicht davon abhalten, in Form von Open Access Forschungsergebnisse zu publizieren. Denn zahlreiche Vorteile sprechen in vielen Fällen dafür.
- Artikel zu Wissen für jedermann dank Open Access
- Artikel zu Does Information want to be free?
P. S.: Übrigens gibt es bald Neuigkeiten zur Open Access-Plattform Wissens-Werk.de… Seien Sie gespannt!



