Posts Tagged ‘Forschung’

Open Access: Wissen für jedermann, aber nicht unbedingt kostenfrei

Open Access hat viele Vor­teile: die Publi­ka­tio­nen sind frei zugäng­lich und das welt­weit. Dadurch, daß sie im Web publi­ziert wer­den, ist der Zugang zu ihnen groß­teils ein­fa­cher und schnel­ler mög­lich. Aber bei aller Begeis­te­rung für diese Ver­öf­fent­li­chungs­art sind einige Punkte zu beden­ken, die recht gut in den bei­den Arti­keln “Wis­sen für jeder­mann dank Open Access” und “Does Infor­ma­tion want to be free” ange­spro­chen wer­den: die schlech­tere oder andere (?) Repu­ta­tion von Open Access-Publikationen gegen­über Prin­ter­zeug­niss­sen und die Kos­ten­frage. Zu ers­te­rem wird von Geg­nern des Open Access als Argu­ment ein man­gel­haf­tes Peer Review-Verfahren ange­bracht, dem aus Eige­ner Erfah­rung bei unse­ren Open Access-Zeitschriften wider­spro­chen wer­den muß. Hier besteht bei bei­den – AEON und Arbeits­ti­tel – ein sehr gut funk­tio­nie­ren­des Begut­ach­tungs­sys­tem. Zum zwei­ten Punkt muß gesagt wer­den, daß ein kos­ten­freier Zugang nicht eine kos­ten­lose Pro­duk­tion beinhal­tet – egal, ob die Archi­vie­rung auf einem Uni­ver­si­täts­ser­ver erfolgt oder die Ver­öf­fent­li­chung bei einem Ver­lag publi­ziert wird. Hier sind neben den Ser­ver­kos­ten, der Pflege auch – und da unter­schei­det sich die Open Access-Publikation in kein­ster­weise von der klas­si­schen – ein ordent­li­cher Satz und Lay­out sowie eine Bewer­bung. Denn die Publi­ka­tion ist in ihrer Enste­hung (fast) die glei­che, nur der Zugang zu ihr ist ein ande­rer. Aber dies soll nicht davon abhal­ten, in Form von Open Access For­schungs­er­geb­nisse zu publi­zie­ren. Denn zahl­rei­che Vor­teile spre­chen in vie­len Fäl­len dafür.

P. S.: Übri­gens gibt es bald Neu­ig­kei­ten zur Open Access-Plattform Wissens-Werk.de… Seien Sie gespannt!

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02

03 2010

Die Einflüsse von Open Access auf das Verhältnis der Universitäten untereinander

Bei Twit­ter habe ich einen Link zu einem inter­es­san­ten Arti­kel von Angela Sut­ton zum Thema Open Access und der Ein­fluß auf das Ver­hält­nis der Uni­ver­si­tä­ten unter­ein­an­der gele­sen (Titel des Blog­post: Does Infor­ma­tion want to be free?). Ein wich­ti­ger Aspekt sprach Sut­ton in ihrem Bei­trag an. Open Access hat nicht nur Aus­wir­kun­gen auf die Ver­lags­bran­che, son­dern viel­mehr auch auf das Innen­ver­hält­nis der Uni­ver­si­tä­ten. Wie das? Nach­dem der poli­ti­sche Wille zu Open Access bei der DFG da ist (Stich­wort Merk­blatt und För­de­rung), wird es wohl nicht mehr Jahre dau­ern, bis sich Open Access im Wis­sen­schafts­be­trieb eta­bliert hat – bei der einen Dis­zi­plin eher, bei ande­ren lang­sa­me­rer. Beson­ders stark wird es die Geis­tes­wis­sen­schaf­ten tref­fen, denn hier sind Dritt­mit­tel in der Regel DFG-Mittel. Da wird dann wohl bald nach der Bereit­schaft und den Erfah­run­gen zu die­sem Thema gefragt wer­den. Pro­jekt­grup­pen, die dann nichts vor­wei­sen kön­nen oder sogar eine Ableh­nung signa­li­sie­ren, wer­den es schwie­ri­ger haben, Mit­tel zuge­wie­sen zu bekom­men. Nimmt man dann noch die Dis­kus­sion um das lei­dige Thema “Eli­te­uni­ver­si­tät” hinzu, so sind Kon­flikt­fel­der am Hori­zont zu erken­nen. Aber ande­rer­seits bie­tet Open Access genau den klei­ne­ren Uni­ver­si­tä­ten, die Wis­sen­schafts­szene in Bewe­gung zu ver­set­zen. Ich bin gespannt, wie es hier wei­ter­geht. Was mei­nen Sie?

P. S. In Leip­zig ist mit AEON. Forum für junge Geschichts­wis­sen­schaft und Arbeits­ti­tel. Forum für Leip­zi­ger Pro­mo­vie­rende auf der Open Access-Plattform Wissens-Werk.de ein guter Anfang für die zweit­äl­teste Hoch­schule Deutsch­lands gemacht.

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04

02 2010