Posts Tagged ‘Kunst’

Fundstück #002: Hamburger Sinfonien by Sina Vodjani

Quelle: Cap San Diego 1 - Night, Werknummer 0113 von Sina Vodjani

Quelle: Cap San Diego 1 — Night, Werk­num­mer 0113 von Sina Vod­jani, Abbil­dung mit freund­li­cher Geneh­mi­gung des Künstlers

Im Vor­der­grund kräu­selt sich das Was­ser in klei­nen Wel­len. Farb­kleckse spie­geln das Licht vom gegen­über­lie­gen­den Ufer wider. Hebt der Betrach­ter sei­nen Blick, so fällt ihm als ers­tes ein gro­ßes, weiß und in Regen­bo­gen­far­ben leuch­ten­des Schiff auf. Dahin­ter hebt sich vom dunk­len, ster­nen­lo­sen Nacht­him­mel der Michel­sturm ab. Durch das Schiff scheint die Kulisse der Lan­dungs­brü­cken hin­durch. Alles glänzt durch eine leuch­tende Illu­mi­na­tion. Far­big ist es hier, trotz des dunk­len Blaus. … Diese Kulisse – Ham­burgs berühmte Lan­dungs­brü­cke – stellt Sina Vod­jani in sei­nem Werk­stück Cap San Diego 1 — Night, Werk­num­mer 0113 der Ham­bur­ger Fotos­in­fo­nie, sei­nem gro­ßen künst­le­ri­schen Pro­jekt, vor. Viel­ge­stal­tig, far­ben­froh, poe­tisch und mul­ti­per­spek­ti­visch die Gren­zen der Betrach­tungs­punkte inein­an­der flie­ßen las­send zeich­nen die Bil­der des Künst­lers aus. Als Sohn französisch-iranischer Eltern wuchs er u.a. in Tehe­ran, San Fan­cisco und Paris auf, blieb aber zufäl­lig in der nörd­li­chen Metro­pole Deutsch­lands hän­gen und arbei­tet nun mehr als drei Jahr­zehnte dort. Das Motiv, der Antrieb für seine Bil­der fin­det man in sei­nen Wor­ten wie­der: “…Ham­burg wirkt auf mich wie ein Magnet und ist ein­deu­tig mein Zuhause. Diese Stadt strahlt Leben­dig­keit und gleich­zei­tig Ruhe aus. Hier begegne ich Moti­ven von berü­hen­der Schönheit.”

Brü­cken, Häfen, die Hafen-City, Spei­cher, der Dom, die Als­ter.… das ganze Leben Ham­burgs zeigt Vod­jani in einer unbe­schreib­li­chen Schön­heit. Die Begeis­te­rung, die Liebe, das Wohl­ge­fühl Vod­ja­nis zur Stadt sieht man in allen sei­nen Bildern.

In der Gale­rie im Levante­haus Ham­burg fin­det eine Aus­stel­lung und Kon­zert vom 5. bis 23. Januar 2010 statt. Ein Besuch ist abso­lut zu empfehlen.

50 wei­tere Bil­der sind zu sehen auf der Web­site von Sina Vod­jani. Stö­bern Sie dort und ent­de­cken Sie Ham­burg durch die Foto­gra­fien Vod­ja­nis. Übri­gens kann man die Bil­der käuf­lich in ver­schie­de­nen For­ma­ten und in limi­tier­ter Auf­lage beim Künst­ler erwerben.

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18

01 2010

Erschienen: Dokumentationsband zu “Die Gegenwart des Vergangenen”

Dokumentationsband zu "Die Gegenwart des Vergangenen"

Doku­men­ta­ti­ons­band zu “Die Gegen­wart des Vergangenen”

Im Dezem­ber erschien der Doku­men­ta­ti­ons­band zur Aus­stel­lung “Die Gegen­wart des Ver­gan­ge­nen. Stra­te­gien im Umgang mit sozia­lis­ti­scher Reprä­sen­ta­ti­ons­ar­chi­tek­tur”, hrsg. von Kath­leen Schrö­ter und Tho­mas Klemm.
Fast zwei Jahr­zehnte ist es her, dass fried­li­che Pro­teste zum Zusam­men­bruch der kom­mu­nis­ti­schen Regime in Deutsch­land und Ost­eu­ropa führ­ten. Doch immer noch pro­vo­ziert die Frage nach dem ange­mes­se­nen Umgang mit deren archi­tek­to­ni­schen und künst­le­ri­schen Hin­ter­las­sen­schaf­ten hef­tige Dis­kus­sio­nen. So führte bei­spiels­weise der euphe­mis­tisch als Rück­bau bezeich­nete Abriss des »Palas­tes der Repu­blik« in Ber­lin zu jah­re­lan­gen Kon­tro­ver­sen zwi­schen Abriss­geg­nern und –befür­wor­tern. Die Debat­ten spre­chen dabei zen­trale Fra­gen im Umgang mit der jüngs­ten Ver­gan­gen­heit an. Was lohnt es zu erhal­ten, zu musea­li­sie­ren, einer gewan­del­ten Nut­zung zu über­ge­ben und mit wel­chen Argu­men­ten lässt sich eine Besei­ti­gung begründen?

Die bis­he­rige For­schung und öffent­li­che Aus­ein­an­der­set­zung hat zu die­sen Fra­gen umfang­rei­ches Wis­sen und viel­fäl­tige Begeg­nungs­räume geschaf­fen. Den­noch wur­den die ver­schie­de­nen Berei­che, in denen die Debat­ten statt­fin­den – Kunst, Poli­tik, Wis­sen­schaft usw. – bislang weit­ge­hend von­ein­an­der iso­liert betrach­tet. Zudem exis­tie­ren bis­lang nur wenige län­der­über­grei­fende, ver­glei­chende Betrach­tun­gen zum Thema. Das Pro­jekt »Die Gegen­wart des Ver­gan­ge­nen« führt daher künst­le­ri­sche und wis­sen­schaft­li­che Her­an­ge­hens­wei­sen zusam­men. In der Ver­gan­gen­heit wurde die­ser Ansatz bei Pro­jek­ten des Leip­zi­ger Krei­ses bereits mehr­fach ange­wen­det, u. a. im Pro­jekt »Der Feind im Kopf. Künst­le­ri­sche Zugänge und wis­sen­schaft­li­che Ana­ly­sen zu Feind­bil­dern«. Die künst­le­ri­schen Arbei­ten ermög­li­chen es, neben den poli­ti­schen und kom­mer­zi­el­len Stra­te­gien beson­ders auch die pri­va­ten, indi­vi­du­el­len For­men der Umdeu­tung von Gebäu­den und Plät­zen auf­zu­spü­ren. Sie wer­den in einem Kol­lo­quium durch Vor­träge aus den Geistes-, Sozial– und Kunst­wis­sen­schaf­ten in einen wis­sen­schaft­li­chen Kon­text gestellt. Die ver­schie­de­nen Her­an­ge­hens­wei­sen las­sen ein Span­nungs­feld ent­ste­hen, in dem sich Kunst und Wis­sen­schaft gegen­sei­tig berei­chern, in der Zusam­men­schau neue Per­spek­ti­ven eröff­nen und unter­schied­lichste Sicht­wei­sen auf ein und das­selbe Thema ermöglichen.

Die Bauepo­che der DDR gehört inzwi­schen zu einem abge­schlos­se­nen Kapi­tel der jüngs­ten deut­schen Archi­tek­tur­ge­schichte. Sie ist Teil der immen­sen Auf­bau leis­tung nach dem Zwei­ten Welt­krieg und Zeug­nis sozia­lis­ti­scher Bau­kul­tur. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer ist die Frage nach dem ange­mes­se­nen Umgang mit der Archi­tek­tur des Sozia­lis­mus jedoch immer noch nicht geklärt, deren Bewer­tung ener­gisch und emo­tio­nal umkämpft, beson­ders im Hin­blick auf Bau­werke reprä­sen­ta­ti­ven Cha­rak­ters. Die Auto­rin­nen und Auto­ren des vor­lie­gen­den Ban­des nähern sich anhand von ver­schie­den Fall­bei­spie­len die­sem bis­lang wis­sen­schaft­lich nur wenig beach­te­ten Forschungsgegenstand.

Die Kura­to­ren und Herausgeber

Kath­leen Schrö­ter
Jahr­gang 1977, Stu­dium der Kunst­ge­schichte, Poli­tik­wis­sen­schaft und Volks­wirt­schafts­lehre in Köln und Bonn, seit 1998 Refe­ren­tin für poli­ti­sche Bil­dung, 2002 – 2003 stu­den­ti­sche Hilfs­kraft im Haus der Geschichte der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, 2004 Magis­tra Artium. Seit 2005 Arbeit an der Dis­ser­ta­tion »Die Rezep­tion von Kunst aus der DDR in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land vor 1989/90«. Seit 2006 Sti­pen­dium der Stif­tung zur Auf­ar­bei­tung der SED-Diktatur, Aus­bil­dung zur Muse­ums­päd­ago­gin. Mehr­fa­che Betei­li­gun­gen an unter­schied­li­chen Aus­stel­lungs­pro­jek­ten, zuletzt 2003 – 2005 Mit­ar­beit an der Aus­stel­lung »Kunst­ge­schichte im Natio­nal­so­zia­lis­mus. Wan­der­aus­stel­lung zur Geschichte einer Wis­sen­schaft zwi­schen 1930 und 1950«. Seit Februar 2007 Geschäfts­füh­re­rin bei www.sichtwechsel.biz

Tho­mas Klemm
Jahr­gang 1975, Stu­dium der Geschichte und Kunst­päd­ago­gik in Dres­den, Leip­zig und Padua, 2003 Ers­tes Staats­ex­amen. Er arbei­tet der­zeit an sei­ner Dis­ser­ta­tion zum Thema »Kunst­theo­re­ti­sche For­schung in der DDR«. Er lei­tet seit 1999 das Refe­rat Bil­dende Kunst / Kunst­theo­rie im Leip­zi­ger Kreis. Forum für Wis­sen­schaft und Kunst, wo er als Grün­dungs­mit­glied im Vor­stand arbei­tet. Im März 2005 kura­tierte er die Aus­stel­lung »Der Feind im Kopf. Wis­sen­schaft­li­che Ana­ly­sen und künst­le­ri­sche Zugänge zu »Feind­bil­dern« und im Novem­ber 2005 die Aus­stel­lung »Es geht voran! Über das Poten­tial unge­nutz­ter Mög­lich­kei­ten«. Für beide Aus­stel­lun­gen gab er die Kata­loge her­aus. Er arbei­tet zudem als frei­be­ruf­li­cher Gra­fik­de­si­gner, u. a. bei »Mor­gen­treu & Har­bin­ger«, Berlin.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zum Doku­men­ta­ti­ons­band:

  • Preis: 17 EUR
  • ISBN: 978 – 3-9811859 – 2-8
  • 96 Sei­ten mit zahl­rei­chen Abbildungen
  • Link zum Inhalts­ver­zeich­nis

Der Aus­stel­lungs­ka­ta­log ist 2007 bei uns erschienen:

  • Preis: 17 EUR
  • ISBN: 978 – 3-9811859 – 1-1
  • 162 Sei­ten mit zahl­rei­chen Abbildungen
  • Link zum Inhalts­ver­zeich­nis
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07

01 2010

Fundstücke #oo1: You’ve got a friend oder Kunst mit Sand

Kunst ist Emo­tion, Gedan­ken, Ideen in Bil­dern. Ele­gant, wun­der­schön, fan­ta­sie­voll setzt dies die Sand­künst­le­rin Ilana Yahav mit ihren Sand­fan­ta­sien um. Da Sand durch seine Beschaf­fen­heit die Mög­lich­keit bil­det, mit ihm schnell und unkom­pli­ziert immer neue Figu­ren zu for­men, so ist er der ideale Stoff zum Erzäh­len von Geschichten:

Sand­fan­tasy: You\‘ve got a friend

Link zur Web­site der Künst­le­rin Ilana Yahav

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29

12 2009