Posts Tagged ‘OpenAccess’

Online, offline: Welche Publikationsform ist wichtiger?

Seit gerau­mer Zeit stoße ich immer wie­der auf ein Thema, was in zahl­rei­chen Dis­kus­sio­nen ange­ris­sen wird, aber kaum mal kon­zen­triert bespro­chen wird. Es ist die Frage nach dem Bedeu­tungs­un­ter­schied zwi­schen klas­si­scher Print– und der (moder­ne­ren) Online­pu­bli­ka­tion. Ohne Zwei­fel ist es in der Ver­lags­bran­che und im Wis­sen­schafts­be­trieb seit gerau­mer Zeit zu einer mas­si­ven Ver­än­de­rungs­be­we­gung gekom­men: als Stich­worte sol­len hier Digi­ta­li­sie­rung, E-Book und Open Access genannt wer­den. Gleich­zei­tig tref­f­eich in ver­schie­de­nen Gesprä­chen mit Fach­kol­le­gen aus der Wis­sen­schaft (gut, es sind bei mir i. d. R. His­to­ri­ker oder andere Geis­tes­wis­sen­schaft­ler) auf Beden­ken, Unkennt­nis und einer – indi­rek­ten  – Abwer­tung von Online­pu­bli­ka­tio­nen. Ähnli­ches wird in dem Arti­kel von Samuel Schläfli zur Akzep­tanz von Open Access ange­deu­tet, den ich hier schon mal gepos­tet in einem ande­ren Zusam­men­hang gepos­tet habe. Für beide Pubil­ka­ti­ons­ar­ten sind die Vor– und Nach­teile bekannt: Online­ver­öf­fent­li­chun­gen, vor allem im Open Access-Format, fin­den eine bes­sere und schnel­lere Ver­brei­tung, kön­nen bes­ser rezi­piert wer­den und för­dern den For­schungs­dis­kurs. Ande­rer­seits bie­tet der klas­si­sche Druck hap­ti­sche Vor­teile bei der Bear­bei­tung von Tex­ten (mar­kie­ren, strom­u­n­ab­hän­gig, man “besitzt” es eben, bis­her auch eine gege­bene Akzep­tanz). Was ich mich frage ist, warum wird die­ser Unter­schied in der Wer­tung von Publi­ka­ti­ons­ar­ten immer noch gemacht? Ich habe in bei­den For­men Auf­sätze publi­ziert und emp­fand online für den Grad der Ver­brei­tung wesent­lich nütz­li­cher. Was sind die Gründe dafür und in wel­chen Berei­chen (denn ich denke, daß eine dem Ver­wen­dungs­zweck ange­paßte Publi­ka­ti­ons­form die “Ide­al­lö­sung” wäre) wären die unter­schied­li­chen Arten geeig­net? Was mei­nen Sie dazu?

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Open Access: Wissen für jedermann, aber nicht unbedingt kostenfrei

Open Access hat viele Vor­teile: die Publi­ka­tio­nen sind frei zugäng­lich und das welt­weit. Dadurch, daß sie im Web publi­ziert wer­den, ist der Zugang zu ihnen groß­teils ein­fa­cher und schnel­ler mög­lich. Aber bei aller Begeis­te­rung für diese Ver­öf­fent­li­chungs­art sind einige Punkte zu beden­ken, die recht gut in den bei­den Arti­keln “Wis­sen für jeder­mann dank Open Access” und “Does Infor­ma­tion want to be free” ange­spro­chen wer­den: die schlech­tere oder andere (?) Repu­ta­tion von Open Access-Publikationen gegen­über Prin­ter­zeug­niss­sen und die Kos­ten­frage. Zu ers­te­rem wird von Geg­nern des Open Access als Argu­ment ein man­gel­haf­tes Peer Review-Verfahren ange­bracht, dem aus Eige­ner Erfah­rung bei unse­ren Open Access-Zeitschriften wider­spro­chen wer­den muß. Hier besteht bei bei­den – AEON und Arbeits­ti­tel – ein sehr gut funk­tio­nie­ren­des Begut­ach­tungs­sys­tem. Zum zwei­ten Punkt muß gesagt wer­den, daß ein kos­ten­freier Zugang nicht eine kos­ten­lose Pro­duk­tion beinhal­tet – egal, ob die Archi­vie­rung auf einem Uni­ver­si­täts­ser­ver erfolgt oder die Ver­öf­fent­li­chung bei einem Ver­lag publi­ziert wird. Hier sind neben den Ser­ver­kos­ten, der Pflege auch – und da unter­schei­det sich die Open Access-Publikation in kein­ster­weise von der klas­si­schen – ein ordent­li­cher Satz und Lay­out sowie eine Bewer­bung. Denn die Publi­ka­tion ist in ihrer Enste­hung (fast) die glei­che, nur der Zugang zu ihr ist ein ande­rer. Aber dies soll nicht davon abhal­ten, in Form von Open Access For­schungs­er­geb­nisse zu publi­zie­ren. Denn zahl­rei­che Vor­teile spre­chen in vie­len Fäl­len dafür.

P. S.: Übri­gens gibt es bald Neu­ig­kei­ten zur Open Access-Plattform Wissens-Werk.de… Seien Sie gespannt!

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02

03 2010

OpenAccess-Zeitschrift Arbeitstitel nun in der EZB gelistet

Arbeitstitel. Forum für Leipziger PromovierendeNicht nur das Publi­zie­ren von neue­ren For­schungs­er­kent­nis­sen ist für die Wissnschaft wich­tig, son­dern auch das Gefun­den wer­den in diver­sen Daten­ban­ken als Vor­aus­set­zung für die Rezep­tion. Dies gilt beson­ders für Open Access-Dokumente. Als gute Nach­richt kön­nen wir Ihnen nun mit­tei­len, daß unsere Open Access-Zeitschrift “Arbeits­ti­tel. Forum für Leip­zi­ger Pro­mo­vie­rende” end­lich in die Daten­bank der Elek­tro­ni­schen Zeit­schrif­ten­bi­blio­thek (EZB) gelis­tet ist. Schnell und unkom­pli­ziert ist von jetzt ab ein Voll­textzu­griff über die Meta­ebene der deut­schen Ver­bund­kat­a­loge möglich.

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25

02 2010

Aufnahme von AEON und Arbeitstitel in OJS Journal List

Die bei­den Open Access-Zeitschriften “AEON – Forum für junge Geschichts­wis­sen­schaft” und “Arbeits­ti­tel. Forum für Leip­zi­ger Pro­mo­vie­rende” lau­fen auf Wissens-Werk.de auf dem Open Jour­nal Sys­tem. Diese Open-Source-Software wurde spe­zi­ell auf die Bedürf­nisse von peer-reviewed Open Access-Zeitschriften mit einem Redak­ti­ons– und Begut­ach­tungs­sys­tem zur Ver­wal­tung und Ver­öf­fent­li­chung sol­cher Fach­jour­nale ent­wi­ckelt. Ver­ant­wort­lich zeich­net für die­ses aus­ge­zeich­nete und emp­feh­lens­werte Pro­gramm das Public Know­ledge Pro­ject (u. a. die Faculty of Edu­ca­tion at the Uni­ver­sity of Bri­tish Colum­bia, die Simon Fra­ser Uni­ver­sity Library, die School of Edu­ca­tion at Stan­ford Uni­ver­sity und die Cana­dian Centre for Stu­dies in Publis­hing at Simon Fra­ser Uni­ver­sity. Es steht unter der GNU Gene­ral Public License. Seit die­ser Woche nun sind beide genann­ten Zeit­schrif­ten in der Liste der die­ses Pro­gramm nut­zende Jour­nale aufgeführt.

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23

02 2010

OpenAccess-Journal “Arbeitstitel” in der DOAJ aufgenommen

Arbeitstitel. Forum für Leipziger PromovierendeAm 11. Februar 2010 wurde das OpenAccess-Journal “Arbeits­ti­tel. Forum für Leip­zi­ger Pro­mo­vie­rende” in die Daten­bank des Direc­tory of Open Access Jour­nals (DOAJ) der Uni­ver­si­tät Lund auf­ge­nom­men. Im DOAJ ist ein Ver­zeich­nis von elek­tro­ni­schen Zeit­schrif­ten, die nach den Grund­sät­zen des Open Access publi­zie­ren. Es wer­den nach stren­gen Kri­te­rien nur wis­sen­schaft­li­che Zeit­schrif­ten auf­ge­nom­men, die über ein Qua­li­täts­kon­troll­sys­tem wie das Peer-Review-Verfahren ver­fü­gen und sofort nach dem Erschei­nen (also keine embargo period) ein­seh­bar sind. Im Gegen­satz zur EZB (Elek­tro­ni­sche Zeit­schrif­ten­bi­blio­thek) kön­nen die Arti­kel im DOAJ gele­sen wer­den (abhän­gig von der Sys­tem­pflege der Her­aus­ge­ber oder des Ver­la­ges). Natür­lich könenn alle Bei­träge von Arbeits­ti­tel nicht nur auf Wissens-Werk.de, son­dern auch im DOAJ gele­sen werden.

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15

02 2010

Die Einflüsse von Open Access auf das Verhältnis der Universitäten untereinander

Bei Twit­ter habe ich einen Link zu einem inter­es­san­ten Arti­kel von Angela Sut­ton zum Thema Open Access und der Ein­fluß auf das Ver­hält­nis der Uni­ver­si­tä­ten unter­ein­an­der gele­sen (Titel des Blog­post: Does Infor­ma­tion want to be free?). Ein wich­ti­ger Aspekt sprach Sut­ton in ihrem Bei­trag an. Open Access hat nicht nur Aus­wir­kun­gen auf die Ver­lags­bran­che, son­dern viel­mehr auch auf das Innen­ver­hält­nis der Uni­ver­si­tä­ten. Wie das? Nach­dem der poli­ti­sche Wille zu Open Access bei der DFG da ist (Stich­wort Merk­blatt und För­de­rung), wird es wohl nicht mehr Jahre dau­ern, bis sich Open Access im Wis­sen­schafts­be­trieb eta­bliert hat – bei der einen Dis­zi­plin eher, bei ande­ren lang­sa­me­rer. Beson­ders stark wird es die Geis­tes­wis­sen­schaf­ten tref­fen, denn hier sind Dritt­mit­tel in der Regel DFG-Mittel. Da wird dann wohl bald nach der Bereit­schaft und den Erfah­run­gen zu die­sem Thema gefragt wer­den. Pro­jekt­grup­pen, die dann nichts vor­wei­sen kön­nen oder sogar eine Ableh­nung signa­li­sie­ren, wer­den es schwie­ri­ger haben, Mit­tel zuge­wie­sen zu bekom­men. Nimmt man dann noch die Dis­kus­sion um das lei­dige Thema “Eli­te­uni­ver­si­tät” hinzu, so sind Kon­flikt­fel­der am Hori­zont zu erken­nen. Aber ande­rer­seits bie­tet Open Access genau den klei­ne­ren Uni­ver­si­tä­ten, die Wis­sen­schafts­szene in Bewe­gung zu ver­set­zen. Ich bin gespannt, wie es hier wei­ter­geht. Was mei­nen Sie?

P. S. In Leip­zig ist mit AEON. Forum für junge Geschichts­wis­sen­schaft und Arbeits­ti­tel. Forum für Leip­zi­ger Pro­mo­vie­rende auf der Open Access-Plattform Wissens-Werk.de ein guter Anfang für die zweit­äl­teste Hoch­schule Deutsch­lands gemacht.

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04

02 2010

neue OpenAccess-Fachzeitschrift auf Wissens-Werk.de online: Arbeitstitel. Forum für Leipziger Promovierende

LogoArbeitstitelVor weni­gen Tagen schon im Blog ange­kün­digt, nun ist es end­lich so weit: Seit heute ist die neue OpenAccess-Fachzeitschrift “Arbeits­ti­tel. Forum für Leip­zi­ger Pro­mo­vie­rende” online. Her­aus­ge­ge­ben wird sie von den jun­gen Leip­zi­ger Wis­sen­schaft­lern Ste­pha­nie Gar­ling, Fran­ziska Nae­ther, Felix Frey, Chris­tian Fröh­lich und Enrico Tho­mas. Auf ihr wer­den inter­dis­zi­pli­när Bei­träge ver­schie­de­ner Leip­zi­ger Dok­to­ran­den ver­öf­fent­licht, die so ihre Dis­ser­ta­tion einem brei­ten Publi­kum vor­stel­len. Unter­stützt wer­den die Her­aus­ge­ber durch die Leip­zi­ger Initia­tive für Pro­mo­vie­rende (LIP). Arbeits­ti­tel ist Teil der Inter­net­platt­form Wissens-Werk.de. Der Meine Ver­lag för­dert so junge Wissenschaft(ler) und OpenAccess!

In der ers­ten Aus­gabe, die die The­men “Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie, Musik­ge­schichte und Archi­tek­tur in der Ent­wick­lungs­hilfe” umfaßt, sind fol­gende Auto­ren vertreten:

Alle Bei­träge kön­nen kos­ten­frei als .pdf auf Arbeits­ti­tel ein­ge­se­hen und her­un­ter­ge­la­den werden.

Arbeits­ti­tel fin­den Sie unter fol­gen­dem Link:

Wir wün­schen allen Lesern viel Spaß beim Stö­bern und den Her­aus­ge­bern sowie Redak­teu­ren von Arbeits­ti­tel erfolg­rei­ches Gelin­gen! Über das Erschei­nen der zwei­ten Zeit­schrift auf Wissens-Werk.de sind wir vom Meine Ver­lag stolz und glücklich.

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11

01 2010

AEON. Forum für junge Geschichtswissenschaft ist online – Bd. 1 (2009) erschienen

Wir sind glück­lich. Wir sind die Her­aus­ge­ber Golo Ley und Has­san Soi­lihi Mzé, die Redak­tion von AEON und natür­lich der Ver­lag. Und glück­lich sind wir dar­über, daß der erste Band von AEON erschie­nen ist: neben dem Edi­to­rial sind seit ges­tern, dem 15. Okto­ber 2009, drei Bei­träge publi­ziert wor­den (eigent­lich ist ers­ter Band als Begriff hoch­tra­bend, aber die Band­zäh­lung von AEON geht vom 15. Okto­ber eines Jah­res bis zum 30. Sep­tem­ber des Fol­ge­jah­res, daher nun Band 1). Als OpenAccess-Zeitschrift sind sie nun für alle Leser kos­ten­los als PDF-Datei erreich– und lesbar.

Ich lade Sie nun herz­lich ein, in AEON zu stö­bern, die Bei­träge zu lesen.

Der Meine Ver­lag bedankt sich recht herz­lich bei den bei­den Her­aus­ge­bern, Golo Ley und Has­san Soi­lihi Mzé, bei der Redak­tion und allen Unter­stüt­zern für ihre Hilfe, Arbeit, Moti­va­tion und wohl­wol­lende Beglei­tung. Wir freuen uns über diese erfolg­rei­che Zusam­men­ar­beit. Es geht weiter!

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16

10 2009