Die Einflüsse von Open Access auf das Verhältnis der Universitäten untereinander
Bei Twitter habe ich einen Link zu einem interessanten Artikel von Angela Sutton zum Thema Open Access und der Einfluß auf das Verhältnis der Universitäten untereinander gelesen (Titel des Blogpost: Does Information want to be free?). Ein wichtiger Aspekt sprach Sutton in ihrem Beitrag an. Open Access hat nicht nur Auswirkungen auf die Verlagsbranche, sondern vielmehr auch auf das Innenverhältnis der Universitäten. Wie das? Nachdem der politische Wille zu Open Access bei der DFG da ist (Stichwort Merkblatt und Förderung), wird es wohl nicht mehr Jahre dauern, bis sich Open Access im Wissenschaftsbetrieb etabliert hat – bei der einen Disziplin eher, bei anderen langsamerer. Besonders stark wird es die Geisteswissenschaften treffen, denn hier sind Drittmittel in der Regel DFG-Mittel. Da wird dann wohl bald nach der Bereitschaft und den Erfahrungen zu diesem Thema gefragt werden. Projektgruppen, die dann nichts vorweisen können oder sogar eine Ablehnung signalisieren, werden es schwieriger haben, Mittel zugewiesen zu bekommen. Nimmt man dann noch die Diskussion um das leidige Thema “Eliteuniversität” hinzu, so sind Konfliktfelder am Horizont zu erkennen. Aber andererseits bietet Open Access genau den kleineren Universitäten, die Wissenschaftsszene in Bewegung zu versetzen. Ich bin gespannt, wie es hier weitergeht. Was meinen Sie?
- Link zum Artikel von Angela Sutton: Does Information want to be free?
P. S. In Leipzig ist mit AEON. Forum für junge Geschichtswissenschaft und Arbeitstitel. Forum für Leipziger Promovierende auf der Open Access-Plattform Wissens-Werk.de ein guter Anfang für die zweitälteste Hochschule Deutschlands gemacht.



