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Heute ist Vogelhochzeit!

Ein Vogel wollte Hoch­zeit machen in dem grü­nen Walde. (Refrain: Fide­r­al­lala, Fide­r­al­lala, Fide­r­al­la­la­lala) … Heut, am 25. Januar, ist Vogel­hoch­zeit. Bei die­sem Ober­lau­sit­zer Brauch stel­len die Kin­der am Vor­abend einen Tel­ler auf das Fens­ter­brett, auf dem sie am kom­men­den Mor­gen Süßig­kei­ten, oft in Form von Vögeln oder Nes­tern, vor­fin­den. Die Vögel bedan­ken sich so bei den Kin­dern für ihre Füt­te­rung im Win­ter. In der Schule oder im Kin­der­gar­ten spie­len dann die Kin­der die Vogel­hoch­zeit, die Amsel ist die Braut, der Bräu­ti­gam ist die Dros­sel, mit Gesang und Ver­klei­dung nach. Übri­gens hört man als auf­merk­sa­mer Natur­freund jetzt die Hoch­zeits­ge­sänge der Vögel… Die Mei­sen mach­ten in den letz­ten Tagen den Anfang. Es ist bis zum Früh­ling nicht mehr allzu weit :-) .

Für alle, die es gerne mit­sin­gen möch­ten, hier ist der Text

zum Volks­lied “Die Vogel­hoch­zeit”:

Ein Vogel wollte Hoch­zeit machen in dem grü­nen Walde. (Refrain: Fide­r­al­lala, Fide­r­al­lala, Fide­r­al­la­la­lala)
Die Dros­sel war der Bräu­ti­gam, die Amsel war die Braute.
Der Sper­ber, der Sper­ber, der war der Hoch­zeits­wer­ber.
Der Stare, der Stare, der flocht der Braut die Haare.
Die Gänse und die Anten, die war’n die Musi­kan­ten.
Der Uhu, der Uhu, der bringt der Braut die Hoch­zeits­schuh’.
Der Kuckuck schreit, der Kuckuck schreit, er bringt der Braut das Hoch­zeits­kleid.
Der Sei­den­schwanz, der Sei­den­schwanz, der bracht’ der Braut den Hoch­zeits­kranz.
Der Sper­ling, der Sper­ling, der bringt der Braut den Trau­ring.
Die Taube, die Taube, die bringt der Braut die Haube.
Der Wie­de­hopf, der Wie­de­hopf, der bringt der Braut nen Blu­men­topf.
Die Ler­che, die Ler­che, die führt die Braut zur Ker­che.
Braut­mut­ter war die Eule, nahm Abschied mit Geheule.
Der Auer­hahn, der Auer­hahn, der war der stolze Herr Kaplan.
Die Puten, die Puten, die mach­ten breite Schnu­ten.
Der Pfau mit sei­nem bun­ten Schwanz macht mit der Braut den ers­ten Tanz.
Die Schnepfe, die Schnepfe, setzt auf den Tisch die Näpfe.
Die Fin­ken, die Fin­ken, die gaben der Braut zu trin­ken.
Der lange Specht, der lange Specht, der macht der Braut das Bett zurecht.
Das Dros­selein, das Dros­selein, das führt die Braut ins Käm­mer­lein.
Der Hahn, der krä­het: „Gute Nacht“, nun wird die Kam­mer zuge­macht.
Der Uhu, der Uhu, der macht die Fens­ter­lä­den zu.
Die Vogel­hoch­zeit ist nun aus, die Vögel flie­gen all’ nach Haus.
Das Käuz­chen bläst die Lich­ter aus und alle ziehn ver­gnügt nach Haus.

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01 2010