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Wissenszugang online: Nationallizenzen für elektronische Medien

Der unkom­pli­zierte Zugang zu Infor­ma­tio­nen, die weit abge­le­gen oder ent­fernt lie­gen, ist für den Wis­sen­schaft­ler ein not­wen­dige Vor­aus­set­zung für seine Arbeit. An dem Punkt setzt bekann­ter­ma­ßen der Vor­teil der Online-Suchmaschinen ein. Nun ist es aber oft auch so, daß Text­samm­lun­gen erst mit einem Abon­ne­ment zugäng­lich sind, was sich in Ein­zel­fäl­len für den Autor auf­grund der Kos­ten­frage nicht lohnt. Was soll er nun an die­ser Stelle machen? Auf den Text ver­zich­ten und damit viel­leicht auch auf wich­tige Belege? Das muß er nun nicht mehr tun. Denn seit 2004 gibt es das DFG-Projekt “Natio­nal­li­zen­zen für elek­tro­ni­sche Medien”. Ziel ist es, mit dem Erwerb von Natio­nal­li­zen­zen gro­ßer Online-Datenbanken, digi­ta­len Text­samm­lun­gen und elek­tro­ni­schen Zeit­schrif­ten Wis­sen­schaft­lern, Stu­die­ren­den und inter­es­sier­ten Pri­vat­per­so­nen einen ent­spre­chen­den kos­ten­lo­sen Zugang zu ermög­li­chen. Orga­ni­siert wird das Pro­jekt von den vier gro­ßen Universitätsbibliotheken

Zwar soll der Nut­zer das Por­tal mög­lichst über koope­rie­rende Biblio­the­ken nut­zen, kann sich aber im Fal­les eines Nicht­zu­gan­ges zu einer ent­spre­chen­den Biblio­thek auch als Pri­vat­per­son bei die­sem Pro­jekt regis­trie­ren lassen.

Im Grunde ver­folgt die DFG damit wei­ter ihre För­de­rung des OpenAc­cess. Für Wis­sen­schaft­ler ist es eine arbeits­er­leich­ternde Mög­lich­keit, schnell und zen­tral an wich­tige Infor­ma­tio­nen heranzukommen.

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01 2010

Petition: Wissenschaft und Forschung – Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen

Lars Fischer reichte am 20.10.2009 im Deut­schen Bun­des­tag die Online-Petition zu „Wis­sen­schaft und For­schung – Kos­ten­lo­ser Erb­werb wis­sen­schaft­li­cher Publi­ka­tio­nen“ ein. Er for­dert darin die Abge­ord­ne­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges auf, einen Beschluß zu fas­sen, wis­sen­schaft­li­che Publi­ka­tio­nen, die aus öffent­lich geför­der­ter For­schung her­vor­ge­hen, allen Bür­gern kos­ten­frei zugäng­lich zu machen. Des­wei­te­ren sol­len Insti­tu­tio­nen, die staat­li­che For­schungs­gel­der auto­nom ver­wal­ten, ent­spre­chende Vor­schrif­ten erlas­sen und tech­ni­sche Vor­aus­set­zun­gen dazu schaf­fen. Nach heu­ti­gem Stand (28. Novem­ber 2009) haben 16024 Per­so­nen die Peti­tion mitunterzeichnet.

Wir (der Ver­le­ger und seine Mit­ar­bei­ter) sind hin­sicht­lich der For­de­rung sehr zwie­ge­spal­ten. Ohne Zwei­fel ist die dahin­ter ste­ckende Idee nicht schlecht und logisch nach­voll­zieh­bar. Nur erscheint uns das Ganze zu „kurz gesprun­gen“ zu sein. Im Fol­gen­den wer­den wir einige Beden­ken äußern, sowohl aus der spe­zi­el­len Posi­tion der Wis­sen­schaft­ler (u. a. als Dok­to­ran­den), als auch aus der all­ge­mei­nen Sicht. Vor­weg: der Meine Ver­lag bekennt sich zu OpenAc­cess und hat mit Wissens-Werk.de (u. a. AEON – Forum für junge Geschichts­wis­sen­schaft) eine eigene Platt­form dafür geschaf­fen. Also wir sind kein “böser” Ver­lag, der hier seine Felle davon schwim­men sieht ;-) .

  • Zunächst stellt sich für uns die Frage, was ist öffent­lich geför­derte For­schung. So klar, wie es auf den ers­ten Blick scheint, ist es näm­lich nicht, wie jeder, der an einer Uni­ver­si­tät wis­sen­schaft­lich gear­bei­tet hat, weiß. Die For­men öffent­li­cher För­de­rung ist viel­fäl­tig, mit Zwi­schen­stu­fen, nicht immer klar defi­niert mit dem Blick auf das Ganze. Ganz klar gibt es öffent­li­che Gel­der zu For­schungs­zwe­cken (DFG bei­spiels­weise). Aber ande­rer­seits gibt es auch pri­vate Gel­der, die über die Uni­ver­si­tä­ten an die Emp­fän­ger gehen: bei­spiels­weise Sach­mit­tels­ti­pen­dien in Höhe von weni­gen hun­dert Euros, die aus einer pri­va­ten Stif­tung über die Uni­ver­si­tät ver­teilt wer­den. Oder von der DFG geför­derte Gra­du­ier­ten­kol­legs, deren Sti­pen­dia­ten ihr Lebens­un­ter­halt aus eige­nen Mit­teln finan­zie­ren müs­sen. Die DFG stellt dann eben die Gel­der für die Infra­struk­tur etc. des Stu­di­en­gan­ges. Was ist mit den Tau­sen­den von Dok­to­ran­den, die indi­vi­du­ell bei ihrem Dok­tor­va­ter pro­mo­vie­ren, aber tat­säch­lich nichts mit der Uni­ver­si­tät zu tun haben (keine Anstel­lung etc.), den­noch durch die Betreu­ung (Sprech­stunde, spe­zi­elle Semi­nare etc.) staat­li­che Gel­der für ihre For­schung in Anspruch neh­men (streng logisch gedacht!)?

Fazit: Zunächst muß genau defi­niert wer­den, was öffent­lich geför­derte For­schung ist!

  • Nach dem deut­schen Urhe­ber­rechts­ge­setz ist das Urhe­ber­recht Teil des Per­sön­lich­keits­rech­tes. Also der Urhe­ber bestimmt aus freiem Wil­len, was mit der Ver­wer­tung sei­nes Wer­kes geschieht. Es kann nicht von der Per­son los­ge­löst wer­den. (Des­we­gen über­tra­gen Auto­ren Ver­la­gen Nut­zungs­rechte! Die­ser Punkt wird lei­der in vie­len Dis­kus­sio­nen nicht streng genau beach­tet.) Wenn uns aber nun vor­ge­schrie­ben wird, wo und wie wir unser Werk publi­zie­ren, ver­letzt es unsere Per­sön­lich­keits­rechte. Hier besteht also ein Wider­spruch zwi­schen der For­de­rung in der Peti­tion und der aktu­el­len Gesetzeslage.
  • Durch das Grund­ge­setz abge­si­chert ist eine freie For­schung und Lehre (Art. 5 Abs. 3 GG: „Kunst und Wis­sen­schaft, For­schung und Lehre sind frei.“). Zur For­schung gehört ele­men­tar und nicht abkop­pel­bar die Publi­ka­tion der For­schungs­er­geb­nisse. Durch eine Zwangs­ver­pflich­tung zu OpenAc­cess wäre die­ses Grund­recht nicht nur tan­giert, son­dern beschnit­ten. Schon aus die­sem Grund ist die Peti­tion nicht mit dem Grund­ge­setz vereinbar.
  • In wel­cher Form sol­len die Werke als OpenAc­cess vor­lie­gen? Zwei­ver­wer­tung (grü­ner Weg) oder Erst­pu­bli­ka­tion (gol­de­ner Weg)? Nach wel­cher Rechts­form (diverse CC-Lizenzen sind mög­lich) sol­len sie ver­legt wer­den? Wer ent­schei­det dar­über? Wo sol­len sie gela­gert wer­den? Auf einem zen­tra­len staat­li­chen Ser­ver, aber wel­cher Insti­tu­tion dann? Wie lange sol­len sie zugäng­lich sein? Wer ist für die Ver­wal­tung, Regis­trie­rung etc. zustän­dig? Wie soll das Ganze finan­ziert wer­den? Wel­che Lay­out­form sol­len sie haben, wer setzt die Werke, gibt es da Vor­schrif­ten? In kon­se­quen­ter Fort­füh­rung der Gedan­ken ent­steht ein staat­li­cher Zwangs­ver­lag, der so ein Mono­pol erhält. Uns macht das Angst!
  • Ein letz­ter Gedanke: was ist mit den For­schungs­er­geb­nis­sen, die pri­va­tim (Pri­vat­gel­der oder aus der freien Wirt­schaft) ent­stan­den sind. Diese For­scher dür­fen ja letzt­lich den Weg ihrer Publi­ka­tion frei wäh­len. Leicht kann es dazu kom­men, daß hier eine Zwei­klas­sen­wis­sen­schaft ent­steht: staat­lich geför­derte hier, private/aus freier Wirt­schaft geför­derte dort. (Die Frage ist, was macht man mit denen, die aus gemisch­ten Finan­zie­run­gen ent­stan­den sind?) Es ent­steht keine gesunde Kon­kur­renz, die sich aus dem Inhalt/Ergebnisse speist, son­dern aus ihrer Publi­ka­ti­ons­form, wobei ein Part auf eine bestimmte zwangs­fest­ge­legt wird. Ob das gut ist, ist fraglich.

Ohne Frage för­dert OpenAc­cess die Wis­sen­schaft. Ohne Frage ist es nicht in Ord­nung, wenn Ver­lage nicht nur an den hohen Druck­kos­ten, son­dern letzt­lich auch an den Auto­ren abge­ge­be­nen Arbeit wie Satz, Wer­bung etc. und den hohen Ver­kaufs­prei­sen kräf­tig ver­die­nen. Ohne Frage soll der Zugang zu Wis­sen mög­lichst leicht und kos­ten­frei, zumin­dest kos­ten­güns­tig sein. Aber der staat­li­che Zwang zu OpenAccess-Publikationen erscheint uns – vor allem bezüg­lich der offe­nen Fra­gen – nicht der rich­tige Weg zu sein. Viel mehr sollte die Idee, die Frei­wil­lig­keit durch Anreiz­schaf­fung geför­dert wer­den! Sonst besteht die Gefahr, daß Zustände ein­tref­fen wer­den, die nicht in der gut gemein­ten Inten­tion der Peti­tion liegen.

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11 2009

Besprechung: “Erleuchtung der Welt” – Jubiläumsausstellung zum 600jährigen Geburtstag der Universität Leipzig

Erleuchtung-der-WeltAm Mitt­woch durfte ich an einer Füh­rung in der Jubi­lä­ums­aus­stel­lung zum 600. Geburts­tag der Uni­ver­si­tät Leip­zig “Erleuch­tung der Welt” teil­neh­men. Gelei­tet wurde sie von Herrn Prof. Dr. Dr. Det­lef Döring, Mit­ku­ra­tor der Aus­stel­lung. Auf knapp 1400 Qua­drat­me­tern wurde im Alten Rat­haus zu Leip­zig mit 700 Expo­na­ten die Rolle der Alma mater lip­si­en­sis bei der Her­aus­bil­dung der moder­nen Wis­sen­schaft dar­ge­stellt. Aus­führ­lich und detail­liert erhält der Besu­cher in mehr als 30 The­men­be­rei­chen Ein­bli­cke in die­sen Teil der Geschichte, wobei nicht nur im enge­ren Sinne auf die Welt der Uni­ver­si­tät, son­dern auch auf die Stadt und Mit­tel­deutsch­land ein­ge­gan­gen wird. Ohne Zwei­fel steckt in der Aus­stel­lung sehr viel Arbeit, Mühe und Inter­esse, die zu wür­di­gen sind. Aber bei nähe­rem Hin­bli­cken muß ich eini­ges anmer­ken. Zunächst ist das Thema (im wei­tes­ten Sinne Auf­klä­rung) für eine Jubi­lä­ums­aus­stel­lung zu 600 Jahre (!!!) Uni­ver­si­tät Leip­zig viel zu eng gegrif­fen, wenn man sich das poten­ti­elle Ziel­pu­bli­kum anschaut (Leip­zi­ger Stadt­be­woh­ner und Besu­cher). Hier wäre – ganz klas­sisch – eine Über­blicks­dar­stel­lung über die Leip­zi­ger Uni­ver­si­täts­ge­schichte wohl ange­brach­ter gewe­sen. Ein wei­te­res Pro­blem ist die Umset­zung: Haupt­säch­lich Flach­ware (Bücher, Schrif­ten) und Bil­der (Ölge­mälde, Kup­fer­stich) sind als Expo­nate gewählt wor­den. Vor allem im ers­ten Drit­tel der Aus­stel­lung sind sie fast aus­schließ­lich zu sehen. Als Besu­cher ermü­det man, es fehlt die Abwechs­lung. Nur wenig Mul­ti­me­dia ist ein­ge­setzt wor­den, um so für Kurz­weile und andere Ein­sich­ten zu sor­gen. Des­wei­te­ren sind so man­che The­men­ge­biete sehr spe­zi­ell, die auf wenig Inter­esse sto­ßen (bei­spiels­weise Rolle der Ori­en­ta­lis­tik in der Auf­klä­rung). Als letz­ter Punkt ist die Infor­ma­ti­ons­wei­ter­gabe zu kri­ti­sie­ren. Zwar füh­ren gut ver­ständ­lich gehal­tene, nicht zu lange Ein­füh­rungs­texte in die The­men­be­rei­che ein, die durch die Expo­nat­be­schrei­bun­gen ergänzt wer­den, aber sie zei­gen die inhalt­li­che Ver­bin­dun­gen nicht auf, sie machen zu wenig die Kon­zep­tion deut­lich. Zudem sind sie typo­gra­fisch schlecht auf­be­rei­tet (zu eng bei­ein­an­der die Text­blö­cke gehal­ten, zu enge und ver­ti­kale Schrift, weiße Buch­sta­ben auf grauem Hin­ter­grund aus der Ferne schlecht les­bar [Aus­sage einer Besu­che­rin]). Am belieb­tes­ten war die Kin­der­ecke bei allen Aus­stel­lungs­be­su­chern. Hier konnte man sich mit Hie­ro­gly­phen, Durft­or­geln, Schrift­set­ze­rei und Dru­cken, phy­si­schen Expe­ri­men­ten u.v.m. gut ver­gnü­gen. Viel sagt es über die Aus­stel­lung aus, wenn selbst Erwach­sene diese Ecke aus­führ­lich nut­zen, anstatt sich die Aus­stel­lung anzu­se­hen! Fazit: Eine Aus­stel­lung, die zwar inhalt­lich (wenn man von der grund­sätz­li­chen Kri­tik an der The­men­wahl absieht) ins­ge­samt gut gemacht ist, aber in der Umset­zung eher an eine wie vor 30 Jah­ren gemachte erin­nerte. Eigent­lich trau­rig, da der Anlaß zu viel mehr gege­ben hätte.

Infor­ma­tio­nen:

Aus­stel­lungs­ort

Stadt­ge­schicht­li­ches Museum Leip­zig
Altes Rat­haus
Markt 1
04109 Leipzig

Öffnungs­zei­ten

Di. bis So. 10:00 bis 18:00 Uhr

Ein­tritts­preise

Ein­tritt 6,00 Euro
Ermä­ßigt 4,00 Euro
Schü­ler und Kin­der bis 16 Jahre frei
Grup­pen 4,00 Euro (ab 12 Personen/pro Person)

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27

11 2009

“Forschung & Lehre” beschäftigt sich mit OpenAccess

Forschung & Lehre 09/2009: OpenAccess. Wissen für alle oder das Ende des Urheberrechts?

For­schung & Lehre 09/2009: OpenAc­cess. Wis­sen für alle oder das Ende des Urheberrechts?

Die Zeit­schrift For­schen & Leh­ren beschäf­tigt sich in ihrem aktu­el­len Heft Sep­tem­ber 2009 in ihrem Leit­thema mit OpenAc­cess. In Inter­view­form äußern sich die unter­schied­lichs­ten Prot­ago­nis­ten, dadurch erhält der Leser kom­pri­miert Infor­ma­tio­nen, Mei­nun­gen und Ein­drü­cke. Leit­frage in allen Bei­trä­gen ist: inwie­fern ver­letzt OpenAc­cess das (euro­päi­sche) Urhe­ber­recht. Zu Wort kommen:

Eigent­lich ist es schon inter­es­sant, daß es erst jetzt, nach­dem die Dis­kus­sion um den “Hei­del­ber­ger Appell”, causa google etc. schon lange andau­ert, in den Mit­tei­lun­gen des Deut­schen Hoch­schul­ver­ban­des das Thema auf­ge­nom­men wurde. Das zeigt schon eini­ges. Nun ja, aber gut ist es, daß über­haupt das Thema beleuch­tet wird, auch unter ver­schie­de­nen Blick­win­keln. Pro­ble­ma­tisch finde ich zwei Dinge: einer­seits die Wahl der Leit­über­schrift “OpenAc­cess. Wis­sen für alle oder das Ende des Urhe­ber­rechts?”, wel­ches eine Inten­tion vor­gibt, die kaum zu auf eine aus­ge­wo­gene Dar­stel­lung schlie­ßen läßt; ande­rer­seit wird dem Leser (und dies sind Hoch­schul­an­ge­stellte, Pro­fes­so­ren, wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­ter) keine ein­deu­tige, neu­trale Fak­ten­in­for­ma­tion gege­ben. Hier pral­len Mei­nun­gen auf­ein­an­der, die ohne Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zu einem ver­wir­ren­den Ein­druck füh­ren. Warum gab es kei­nen Über­blick zu dem Thema OpenAc­cess, Hei­del­ber­ger Appell, causa google? Viel­leicht hätte dann man­che Ver­men­gung wie OpenAc­cess und causa google ver­mie­den und tat­säch­lich infor­miert wer­den kön­nen. Denn OpenAc­cess hat nichts mit dem Urhe­ber­recht zu tun. Es ist eine Form der Publi­ka­tion! So füh­ren die Bei­träge letzt­lich nicht zur Ver­stän­di­gung, son­dern zur Ver­här­tung der Fron­ten. Schade, hier hätte man mehr erreich kön­nen und auch müssen!

Update: das kom­plette Heft gibt es hier als Pdf-Datei

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10

09 2009

Erleuchtung der Welt – Jubiläumsausstellung der Universität Leipzig

Seit eini­gen Tagen läuft schon die große Jubi­lä­ums­aus­stel­lung zum 600. Geburts­tag der Uni­ver­si­tät Leip­zig unter dem Motto “Erleuch­tung der Welt. Sach­sen und der Beginn der moder­nen Wis­sen­schaf­ten”. Auf knapp 1400 Qua­drat­me­tern und mit rund 700 Expo­na­ten wird die Geschichte der Alma mater lip­si­en­sis und die Her­aus­bil­dung der moder­nen Wis­sen­schaf­ten im Auf­klä­rungs­zeit­al­ter gezeigt (neben­bei bemerkt: die “Auf­klä­rung” ist zur Zeit ein recht belieb­tes Thema, warum wohl?). Aber nicht nur das 17. und 18. Jahr­hun­dert steht im Mit­tel­punkt der Aus­stel­lung, son­dern es wer­den auch die Jahr­hun­derte davor gestreift, um ein Bild der Uni­ver­si­täts­ge­schichte her­aus­ar­bei­ten  und so Ver­än­de­run­gen und Ent­wick­lun­gen auf­zu­zei­gen zu kön­nen. Dane­ben spielt auch die Stadt Leip­zig als Ort für die Uni­ver­si­tät eine wich­tige Rolle.

Infor­ma­tio­nen:

  • Web­site der Ausstellung
  • 9. Juli bis 6. Dezem­ber 2009
  • Stadt­ge­schicht­li­ches Museum Leipzig
  • Öffnungs­zei­ten: Di bis Do, 10 – 18 Uhr

P. S.: Ich finde das Design der Website/Ausstellung nicht sehr gelun­gen, sehr altbacken.

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21

07 2009

OpenAccess-Tagung im Frankfurter Literaturhaus – Meinungen und Links

In die­ser Woche fand im Frank­fur­ter Lite­ra­tur­haus die Tagung zum “Hei­del­ber­ger Appell” statt, die ers­ten Stim­men dazu sind nun im Netz erschie­nen (auch wenn es wohl ein Wider­spruch zur Hal­tung man­cher Teil­neh­mer sein mag ;-) ). Wir konn­ten daran lei­der nicht teil­neh­men, haben aber inter­es­siert die ver­schie­de­nen Bericht sofort gele­sen. Faßt man die Grund­in­for­ma­tio­nen zusam­men, scheint die Tagung nur eine reale Wider­gabe des Hei­del­ber­ger Appells gewe­sen zu sein: Ver­mi­schung von Begrif­fen, die über­haupt nichts damit zu tun haben; kein Ein­ge­hen auf die Argu­mente der jewei­li­gen Seite; nur eine Schein­dis­kus­sion; Vor­tra­gende, die nur einer Dis­kus­si­on­s­eite ange­hör­ten. Schade!

Unsere Posi­tion zum Hei­del­ber­ger Appell fin­den sie hier.

Es ist Zeit, daß diese Dis­kus­sion nun end­lich pole­misch frei und sach­be­zo­gen geführt wird. Dazu gehört auch eine genaue Anwen­dung der Begriffe causa google, OpenAc­cess und elek­tro­ni­sches Publi­zie­ren! Solange dies nicht geschieht, wer­den sich die Fron­ten verhärten.

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17

07 2009

Lit-Link als Literaturverwaltungsprogramm

Quelle: Lit-Link

Quelle: Lit-Link

Sozial– und Geis­tes­wis­sen­schaft­ler sind auf Lite­ra­tur ange­wie­sen. Ihre Ideen und Gedan­ken­gänge ent­wi­ckeln sie u. a.  im Dis­kurs mit der For­schungs­li­te­ra­tur, egal, ob sie in gedruck­ter oder digi­ta­ler Form vor­liegt. Recht schnell kommt dann für den Sozial– oder Geis­tes­wis­sen­schaft­ler der Moment, wo sich die benutzte Lite­ra­tur auf dem Schreib­tisch sam­melt und der Ver­such gestar­tet wird, sie zu sor­tie­ren, ein­zu­ord­nen, zu ver­wal­ten. Und dann ent­ste­hen die Pro­bleme: Soll man ana­log sor­tie­ren? Mit einem Zet­tel­kas­ten? Wie geht man bei der Ver­schlag­wor­tung vor? Und die Suche, wie fin­det man die not­wen­dige Lite­ra­tur schnell und unkom­pli­ziert? Gut, an die­ser Stelle sei auf das Luhmann’sche Zet­tel­kas­ten­prin­zip ver­wie­sen, nur ist in einer digi­ta­len Zeit ein Com­pu­ter­pro­gramm wohl das effek­tivste Mit­tel. Und da hat man die Qual der Wahl. Was nimmt man, was ist preis­wert und trotz­dem gut hand­hab­bar? An die­ser Stelle sei das Lite­ra­tur­ver­wal­tungs­pro­gramm “Lit-Link” zu emp­feh­len. Die­ses Schwei­zer Pro­gramm, wel­ches gemein­sam von den His­to­ri­schen Semi­na­ren der Bas­ler und Züri­cher Uni­ver­si­tä­ten ent­wi­ckelt wurde, ist extra zur Ver­wal­tung von Infor­ma­tio­nen für Sozial– und Geis­tes­wis­sen­schaft­ler pro­gram­miert wor­den. Es arbei­tet – anders als bei den meis­ten auf dem Markt erhält­li­chen Lite­ra­tur­ver­wal­tungs­pro­gram­men – mit asso­zia­ti­ven Ver­knüp­fun­gen der biblio­gra­phi­schen Infor­ma­tio­nen. Es ste­hen dem Nut­zer neun Rei­ter zur Ver­fü­gung (Per­so­nen, Titel, Archi­va­lien, AV-Medien, Web­sei­ten, Kar­tei, Bil­der, Perio­dika und Pro­jekte). Seit kur­zem ist die Ver­sion 3.5 erhält­lich, sowohl für Micro­soft, als auch Mac-Nutzer. In einem Forum auf der Home­page zum Pro­gramm kön­nen die Nut­zer ihre Ver­bes­se­rungs– und Wei­ter­ent­wick­lungs­vor­schläge vorbringen.

Für mich ist die­ses – vor allem für den pri­va­ten Gebrauch kos­ten­lose Pro­gramm – das Beste Lite­ra­tur­ver­wal­tungs­pro­gramm, was es gibt. Seit der ers­ten Ver­sion arbeite ich mit Lit-Link und bin von der Wei­ter­ent­wick­lung jedes­mal aufs Neue begeis­tert. Ein herz­li­ches Danke schön an die Pro­gram­mie­rer von Lit-Link!

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08

07 2009

Ausstellung in der UB “Albertina”: “Leipziger – Eure Bücher!”

In der Leip­zi­ger Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Alber­tina, bekannt für kleine, aber sehr gute Aus­stel­lung (mal ein Lob dafür!) läuft seit eini­gen Tagen in Koope­ra­tion mit der Städ­ti­schen Biblio­thek die Aus­stel­lung “Leip­zi­ger – Eure Bücher!”. Die Messe– und Buch­stadt Leip­zig besaß mit ihrer Rats­bi­blio­thek eine der ältes­ten und bedeu­tends­ten städ­ti­schen Bücher­samm­lun­gen Deutsch­lands. Wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges erlitt sie zahl­rei­che Ver­luste. Einige wert­volle Stü­cke konn­ten das Kriegs­ge­sche­hen über­ste­hen und wer­den heute in der Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Leip­zig auf­be­wahrt: von mit­tel­al­ter­li­chen Hand­schrif­ten der Rei­chenau und aus der Biblio­thek von Mat­thias Cor­vi­nus über rei­che Samm­lun­gen von Zeug­nis­sen der Refor­ma­ti­ons­zeit und der höfi­schen Kul­tur Sach­sens bis hin zu umfang­rei­chem Schrift­wech­sel von Künst­ler­per­sön­lich­kei­ten des 19. Jahr­hun­derts wie Richard Wag­ner und Max Klin­ger. Diese wer­den nun in der Aus­stel­lung der Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht.

  • Ort: Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Leip­zig “Albertina”
  • Dauer: 19. Juni bis 29. Novem­ber 2009
  • Öffnungs­zei­ten: täg­lich 10 – 18 Uhr
  • Ein­tritt frei
  • Füh­run­gen jeweils 15 Uhr: 28.6., 19.7., 23.8., 27.9., 25.10.,8.11., 28.11.
  • wei­tere Infor­ma­tio­nen unter “Leip­zi­ger — Eure Bücher!”
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01

07 2009

Konferenz in Leipzig: “Politische Umbrüche – Sprachliche Wechsel”

Spra­che ist mehr als nur ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel für und zwi­schen den Men­schen. Spra­che ist eng ver­bun­den mit der poli­ti­schen, kul­tu­rel­len, sozia­len und wirt­schaft­li­chen Welt, in der sie ange­wandt wird. Daher unter­liegt Spra­che immer einem ste­ti­gen Wan­del. Die­sem Thema wid­met sich die Kon­fe­renz “Poli­ti­sche Umbrü­che — Sprach­li­che Wech­sel” des Insti­tuts für Ger­ma­nis­tik der Uni­ver­si­tät Leip­zig vom 24. bis 27. Juni 2009 im Zeit­ge­schicht­li­chen Forum Leip­zig. His­to­ri­ker und Ger­ma­nis­ten nähern sich dabei gemein­sam aus his­to­ri­scher, sprach­wiss­sen­schaft­li­cher und metho­do­lo­gi­scher Sicht dem Thema. Auch wird nach dem Sprach­wan­del in ande­ren Län­dern nach/während eines poli­ti­schen Umbruchs gefragt (Polen, Ungarn, Süd­ko­rea). Die Kon­fe­renz ist frei zugänglich.

Infor­ma­tio­nen zur Konferenz:

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19

06 2009

Vortrag von Werner Paravicini heute in der Universitätsbibliothek Leipzig!

Regel­mä­ßig berich­ten wir als geis­tes­wis­sen­schaft­li­cher aus­ge­rich­te­ter Ver­lag aus der Wis­sen­schafts­szene, um auf Vor­träge oder Aus­sstel­lun­gen auf­merk­sam zu machen.

Heute hält der bekannte Mediä­vist Wer­ner Para­vicini (Adel, Hof, Reprä­sen­ta­tion und Zere­mo­ni­ell im Mit­tel­al­ter sind u. a. seine For­schungs­schwer­punkte) im Rah­men des Kol­lo­qui­ums zur Euro­päi­schen Geschichte im Mit­tel­al­ter (Leip­zig und Halle) einen Vor­trag über “Die Wahr­heit des His­to­ri­kers” im Vor­trags­saal der Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Leip­zig “Alber­tina” (Beet­ho­ven­str. 6). Beginn ist 18.00 Uhr c. t. Inter­es­sierte sind herz­lich eingeladen.

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11

06 2009